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Selbsttest Modul 1

Beantworte die folgenden zehn Fragen. Acht der zehn Fragen sind Multiple Choice. Zwei Fragen sind offen. Du bestehst den Selbsttest mit mindestens 7 richtigen Antworten.

Frage 1: Warum reicht eine Excel-Mitgliederliste auf dem Computer eines einzelnen Vorstandsmitglieds nicht als digitales Fundament?

  • A) Excel ist ein veraltetes Programm und sollte nicht mehr verwendet werden
  • B) Die Daten sind nur von einem Gerät zugänglich, nicht gesichert und nicht gemeinsam nutzbar
  • C) Excel kann keine Mitgliederdaten speichern
  • D) Die DSGVO verbietet die Nutzung von Excel für Vereinsdaten

Frage 2: Was bedeutet „Cloud” im Kontext der Vereinsarbeit?

  • A) Ein spezieller Computer im Vereinsheim
  • B) Dateien liegen auf Servern im Internet und sind von jedem Gerät mit Internetzugang erreichbar
  • C) Eine Software die nur online funktioniert und offline nicht verfügbar ist
  • D) Ein kostenpflichtiger Dienst der mindestens 50 EUR/Monat kostet

Frage 3: Was passiert, wenn du einem KI-Textgenerator (z.B. ChatGPT, Claude oder Gemini) eine Frage stellst?

  • A) Er durchsucht das Internet in Echtzeit nach der Antwort
  • B) Er greift auf eine Datenbank mit korrekten Fakten zu
  • C) Er erzeugt eine Antwort Wort für Wort auf Basis gelernter Sprachmuster
  • D) Er verbindet sich mit Wikipedia und gibt die dortige Information wieder

Frage 4: Welche der folgenden Eingaben in ein KI-Tool verstößt gegen die KI-Richtlinie?

  • A) „Schreibe eine Einladung zur Jahreshauptversammlung eines Sportvereins mit 200 Mitgliedern”
  • B) „Hier ist unsere Mitgliederliste mit Namen und Adressen. Erstelle Serienbriefe.”
  • C) „Nenne 10 Ideen für ein Vereins-Sommerfest mit kleinem Budget”
  • D) „Verbessere diesen Newsletter-Entwurf. Er soll professioneller klingen.”

Frage 5: Warum sollte der Verein einen eigenen Account (z.B. vorstand@mein-verein.de) für Cloud-Dienste nutzen statt die privaten Accounts der Vorstandsmitglieder?

  • A) Private Accounts haben weniger Speicherplatz
  • B) Bei einem Vorstandswechsel wird der Zugang zum Vereins-Account übergeben, nicht der private Account einer Person
  • C) Private Accounts sind unsicherer als Vereins-Accounts
  • D) Die DSGVO verbietet die Nutzung privater Accounts für Vereinszwecke

Frage 6: Was ist ein „Prompt”?

  • A) Ein technischer Befehl in einer Programmiersprache
  • B) Der Text den du in ein KI-Tool eintippst, um eine Antwort zu bekommen
  • C) Ein automatisches Update des KI-Systems
  • D) Der Nutzername für dein KI-Konto

Frage 7: Welche Aussage über KI-generierte Texte ist richtig?

  • A) Sie sind immer fehlerfrei und können direkt veröffentlicht werden
  • B) Sie müssen vor der Veröffentlichung von einem Menschen geprüft werden
  • C) Sie dürfen nicht für offizielle Vereinskommunikation verwendet werden
  • D) Sie sind immer besser als manuell geschriebene Texte

Frage 8: Du möchtest mit einem KI-Tool einen Beschwerdebrief an ein Mitglied formulieren, das seinen Beitrag nicht gezahlt hat. Wie gehst du korrekt vor?

  • A) Den Namen und die Adresse des Mitglieds in das KI-Tool eingeben und den Brief erstellen lassen
  • B) Einen Musterbrief ohne echte Personendaten generieren lassen und die Daten danach selbst einsetzen
  • C) Die komplette Mitgliederliste hochladen, damit das KI-Tool alle säumigen Mitglieder identifiziert
  • D) Gar nicht. KI darf nicht für Mahnungen verwendet werden.

Frage 9 (offen): Nenne drei Aufgaben in deinem Verein, bei denen KI-Tools Zeit sparen könnten. Beschreibe kurz, welches Tool du jeweils einsetzen würdest und warum.

Frage 10 (offen): Dein Verein hat noch keine KI-Richtlinie. Ein Vorstandsmitglied hat die Mitgliederliste mit Bankdaten in die kostenlose Version eines KI-Tools eingegeben, um Lastschrift-Erinnerungen zu erstellen. Beschreibe in 3-5 Sätzen: Was ist das Problem? Was sollte der Vorstand jetzt tun?


Frage 1: B · Frage 2: B · Frage 3: C · Frage 4: B · Frage 5: B · Frage 6: B · Frage 7: B · Frage 8: B

Frage 9 — Beispielantwort: (1) Newsletter mit einem KI-Textgenerator erstellen — spart Zeit bei der Formulierung. (2) Einladungen zur JHV als Entwurf generieren lassen — spart das Schreiben von Grund auf. (3) Social-Media-Posts mit einem KI-Grafik-Tool gestalten — spart Grafikdesign-Aufwand. Jede andere sinnvolle Kombination aus Vereinsaufgabe und passendem Tool ist richtig.

Frage 10 — Beispielantwort: Das Problem: Bankdaten sind personenbezogene Daten nach DSGVO. In den kostenlosen Versionen vieler KI-Tools können eingegebene Daten für das Training des Modells verwendet werden. Das ist ein Datenschutzverstoß, für den der Vorstand haftet. Der Vorstand sollte: (1) Den Vorfall dokumentieren. (2) Prüfen, ob eine Meldung an die Datenschutzaufsichtsbehörde nötig ist (bei Bankdaten wahrscheinlich ja). (3) Die KI-Richtlinie aus dieser Lektion einführen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern. (4) Alle Vorstandsmitglieder über die Regeln informieren.

Signiert · f7af330a... · naddr · CC BY 4.0 · 27.03.2026